Wanderlieder

Music is the medicine of the mind! - John A. Logan

Vielleicht sind die Zeiten der Wanderbeiträge vorbei. Egal wo ich bin, zum Wandern komme ich nicht mehr. Körper macht nicht mehr mit. Wenigstens kann ich noch Musik hören und die Songtitel entziffern.

Kathrin hatte zu mir gesagt, sie werde nie krank. Das läge an ihrer natürlichen Ausstrahlung. Ohne groß nachzudenken, habe ich erwidert: "Ich auch nicht". An meiner Ausstrahlung liegt es weniger. Ich denke eher an "Mens sana in corpore sano." Hätte mal besser nachgedacht. Gesunder Geist, gesunder Körper. Das hat sicher für Juvenal gegolten. Bei mir scheitert´s bereits am Geist. Seitdem bin ich jedenfalls krank. Rückenschmerzen, Halsschmerzen, Depressionen, Husten, Magersucht – alles, was sich der Hypochonder vorstellen kann. Hätte ich wissen müssen. Kurz überlegen, dann was sagen. Geht mir dauernd so. Meistens weiß ich schon beim sagen, dass es schief geht. Irgendwann habe ich mal gesagt, ich sei nicht affin fürs verlieben. Nicht ideal. Oder: “Das ist der richtige Weg”. “Benzin reicht auf jeden Fall.” “Pass braucht man nicht zum Boarding”. “Habe alles dabei”. Die Liste ist endlos. Auch ein Motto: erst reden, dann denken!

Ich sitze in Scafa, schaue den Regen über den Äolischen Inseln an und denke an´s Wandern. Eigentlich wollte ich auf den Rocche del Crasto – neben dem Etna und dem Rocca di Novara mein Lieblingsberg in Sizilien.

Ich wollte sehen, ob da oben auch Schnee liegt. Man kann es sich schwer vorstellen. Bei uns im Nebrodi Gebirge liegt im Winter Schnee und die Straßen dürfen nur mit Winterreifen oder Schneeketten befahren werden. Wir haben nur Sommerreifen. Also lese ich "Schnee auf dem Kilimandscharo". Auch traurig.

Aber: "Music is a therapy" – Yehudi Menuhin. Ich beginne meine musikalische Tour. Die Wanderlieder spiegeln in ihren Songtiteln, den Verlauf meiner geträumnten Wanderung wieder. Wer hieran Spaß hat, kann gerne im Falle meiner Genesung mit mir auf den Rocche del Crasto gehen.

ACHTUNG: dauert viel länger, man kann sich verlaufen, man braucht gutes Schuhwerk und man muss nicht wie wir in der Dämmerung laufen. Fernglas schadet nicht. Man sieht Adler, Wildpferde und die Geier kreisen über einem.

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